Augsburg muss tierversuchsfrei bleiben!

Bildquelle: © Ärzte gegen Tierversuche e.V.

In den 38 Jahren seines Bestehens wurden am Klinikum Augsburg keinerlei Tierversuche durchgeführt, sondern klinische Forschung auf hohem Niveau betrieben. Nun will die Stadt mit Steuermitteln eine „Versuchstier“haltung für 23.400 Mäuse sowie Tierversuchslabore am neuen Medizin-Campus der Universitätsklinik Augsburg bauen, deren Kosten mit 35 Millionen Euro veranschlagt werden. Damit werden zahlreiche Forschungseinrichtungen und Arbeitsmittel erstellt sowie 101 neue Professuren geschaffen, die teilweise mit Tierexperimentatoren besetzt werden könnten. Die Inbetriebnahme ist für 2027/2028 geplant.

Käfige für 23.400 Mäuse
Trotz der enormen Investition von Fördergeldern für die geplante Tierhaltung, gibt es wenig Klarheit, welche und wie viele Tiere in Augsburg in Tierversuchen leiden werden. Geplant sind eine „Versuchstier“haltung auf einer Fläche von 1.640 qm und Tierversuchslabore auf 850 qm. Die Anlage ist für 7.800 Käfige für durchschnittlich drei Mäuse ausgelegt, wobei oft sogar mehr Mäuse pro Käfig gehalten werden; das entspricht einer Haltungskapazität von mindestens 23.400 Mäusen. Ein Teil der Flächen kann auch für die Haltung von anderen Tierarten (Ratten, Wasserlebewesen) genutzt werden. Nur die Haltung von Primaten ist ausgeschlossen.

Auf dem neuen Medizin-Campus in Augsburg sind Tierversuche im Kontext der großen Volkskrankheiten Krebs, Demenz, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall geplant. Doch gerade in diesen Bereichen hat sich trotz jahrzehntelanger Erforschung und unzähliger Tierversuche die Situation für die Patienten kaum verändert. Es gibt z. B. mehr als 400 Medikamente und Therapien, die erfolgreich Alzheimer bei Mäusen heilen, bei Menschen haben sie aber alle versagt.

Online-Petition gestartet
Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ startet hierzu eine Online-Petition.
>> Zur Petition <<

Tetxt-/Bildnachweis: Antwort des Bayerischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 27.12.2019 auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Christian Hierneis (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) PDF