AVV stattet Regionalbusse mit Infektionsschutzscheiben aus

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Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) installiert in allen AVV-Regionalbussen zu-sätzliche Schutzscheiben. Diese verbessern den Infektionsschutz sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer als auch für die Fahrgäste. „Die Gesundheit aller Personen im ÖPNV steht für uns an erster Stelle“, betont Landrat Martin Sailer. „Da die derzeitige Situation noch auf unabsehbare Zeit anhalten dürfte, ergreifen wir jetzt zusätzliche Maßnahmen, die langfristig einen besseren Schutz ermöglichen.“ Ein Nebeneffekt: Die Scheiben ermöglichen langfristig auch einen besse-ren Schutz des Fahrpersonals gegen mögliche Übergriffe und schaffen die Grundlage für eine Wiederaufnahme des Fahrkartenverkaufs in den Bussen.

Schutzscheiben verringern Infektionsrisiko
Alle AVV-Regionalbusse werden mit einer zusätzlichen Schutzscheibe ausgestattet. Je nach Fahrzeugtyp kommt eines von zwei Modellen zum Einsatz: Es wird entweder eine vollflächige Scheibe im Eingangsbereich installiert, so dass der Einstieg vorne nur über einen der beiden Türflügel möglich ist. Oder der Fahrerplatz wird – bei der zweiten Variante – durch eine Schei-be auf der Fahrertüre großflächig abgeschirmt.

Beide Varianten wurden im Landkreis Augsburg entwickelt und werden hier auch produziert: Die Fa. MedeleSchäfer GmbH in Königsbrunn bei Augsburg hat gemeinsam mit der Fa. Göppel Metallbau aus Großaitingen diese nun im AVV eingesetzte, herstellerunabhängige Lösung für die Nachrüstung von Linienbussen mit Infektionsschutzscheiben entwickelt. Die Einpassung der Fahrertür wird durch die Bobinger Schreinerei Steck & Müller umgesetzt. Die Scheiben sind TÜV-geprüft und für den Straßenverkehr zugelassen. Sie bestehen aus ESG-Sicherheitsglas, lassen sich unabhängig von der Fahrzeugmarke einsetzen und entfalten keine Blendwirkung. Dieses Sicherheitsglas ist für den Einsatz im Sichtbereich des Fahrpersonals besonders geeig-net. Die Umrüstung des kompletten Fuhrparks, insgesamt ca. 200 AVV-Regionalbusse, erfolgt sukzessive innerhalb der nächsten Wochen.

Umrüstung bietet Grundlage für Wiederaufnahme Fahrkartenverkauf
Der zusätzliche Infektionsschutz, den die Schutzscheiben bieten, stellt die Basis dar, den Fahr-kartenverkauf im Bus wieder möglich zu machen. Dieser war Mitte März im Zuge der Corona-Maßnahmen vorübergehend eingestellt worden. Zahlreiche Fahrgäste sind auf diesen persönli-chen Service angewiesen. „Aufgrund der Verkehrsverträge mit den regionalen Unternehmen tragen die kommunalen Aufgabenträger die derzeitigen hohen Einnahmenverluste bei Ausgleich der Kosten der Verkehrsunternehmen in voller Höhe“, erklärt Sailer. Durch kleine Öffnungen in den Schutzscheiben können die Busfahrerinnen und -fahrer den Verkauf wieder aufnehmen, ohne sich oder die Fahrgäste einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen.

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