Corona-Mutationen in Augsburg: Erste Fälle bestätigt

© Ruth Plössel/Stadt Augsburg
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„Für die Bekämpfung einer möglichen dritten Welle haben wir alle erforderlichen organisatorischen Vorbereitungen getroffen“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber. „Dies alles bedeutet, dass die Pandemie auch weiterhin das öffentliche Leben, das der Bürgerinnen und Bürger und die Arbeit der Verwaltung prägt.“

Ansteckung ist in Augsburg erfolgt

Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden in Augsburg vier Mutationen des Coronavirus nachgewiesen. Sie gehören zur Variante aus Großbritannien. In drei Fällen besteht eine Verbindung zu Auslandsaufenthalten (Moldawien und Indien). Der vierte Fall steht im Zusammenhang mit einem der vorgenannten Fälle. Weil die Ansteckung in Augsburg erfolgt ist, wurden bereits Quarantänemaßnahmen veranlasst. Die Ermittlungen vor allem mit Blick auf weitere Infektionen im Umfeld der Infizierten werden fortgesetzt.

Klares Lagebild über Mutationen im Stadtgebiet

Um für eine mögliche dritte Ausbruchswelle gewappnet zu sein, hat die Stadt die Sondereinheit Mutationen eingerichtet. Die Organisatorische Leitung hat das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (ABuK), das in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt agiert. Oberbürgermeisterin Eva Weber erläutert die Notwendigkeit für das Vorgehen der Stadt: „Die Ausbreitung der Mutationen muss dringend im Blick behalten werden, um Auswirkungen auf das Universitätsklinikum, die Krankenhausversorgung, die Altenhilfe, den Betrieb der Sammelunterkünfte, das Rettungsdienstwesen und weitere wichtige Aspekte zu beobachten. Neben der gesundheitsfachlichen Beurteilung braucht es dazu auch eine tagesaktuelle Lagebestimmung, auf deren Grundlage weitere Überlegungen getroffen werden können.“

Abstimmung eines Einsatzplans mit Uniklinikum

Um zu sicheren Erkenntnissen zu kommen und handlungsfähig zu sein, bündelt die Stadt Informationen aus einer Vielzahl von Dienststellen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Polizei, Ordnungsbehörde und Statistik. Informationen aus dem Gesundheitsamt über Personen, die von Mutationen betroffen sind, sowie Lagebeschreibungen aus dem Uniklinikum und dem Rettungsdienst gehören ebenso dazu, wie Informationen aus den Bereichen Altenhilfe und Gemeinschaftsunterkünfte wie auch die Abstimmung eines Einsatzplanes mit dem Uniklinikum bezüglich des Rettungsdienstes.

Informationsfluss über Mutationsfälle gewährleistet

Die Bearbeitung der Indexfälle (Infizierte) und die Kontaktpersonennachverfolgung hat weiterhin oberste Priorität bei der Pandemie-Bekämpfung. Infektionsverdachtsfälle mit Mutationen werden durch das Gesundheitsamt nach den Vorgaben der Sondereinheit Mutationen vorgezogen bearbeitet.

Auch Polizei überwacht Quarantäne

Für die Überwachung der Quarantäne und vergleichbarer Maßnahmen, die von der städtischen Ordnungsbehörde koordiniert wird, ist auch die Polizei mit zuständig. Es werden außerdem gemischte Teams aus Kräften des Ordnungsdienstes des Gesundheitsamtes und der Polizei für die Quarantäne-Überwachung eingesetzt.

Vor dem aktuellen Infektionsgeschehen in Augsburg appelliert Oberbürgermeisterin Eva Weber einmal mehr an alle Bürgerinnen und Bürger, die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen zur Vermeidung einer Corona-Infektion unbedingt weiter einzuhalten. Das heißt: Handhygiene, Maske tragen, Abstand halten und vor allem: Kontakte vermeiden. (pm/rs)

Text-/Bildnachweis: © Ruth Plössel/Stadt Augsburg